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Man sieht: Ein Grundstück, Wiese, darauf ein paar Betonstücke. Im Hintergrund ein Haus, das Fenster lehnt an der Wand. Im Vordergrund ein Schäferhund, angekettet an einen Baum.Eindrücke von unterwegs: Am Straßenrand steht ein rotes Auto, beladen mit großen Tüten oder Kissen. Porträt von Jelisaveta G. Jelisaveta und ihre Schwiegertochter in der Wohnung von Jelisaveta. Jelisaveta im Gespräch: mal nachdenklich. ….. Mal dramatisch….. und immer mit vollem Einsatz Der Blick aus dem Fenster ist mit Blumen auf der Fensterbank verschönert.

Melitopol

20.04.07 –  Melitopol, Jelisaveta G.

Vom letzten Interview trennen uns noch 200 km, als wir viel später als geplant Zaporizhzhja verlassen können. Wir sehnen, so kurz vor dem Abschluss unserer Reise, nichts mehr herbei als dieses eine Interview nun auch noch erfolgreich einzusammeln. Bisher hat wunderbarerweise alles reibungslos geklappt. Alle haben wir gefunden und angetroffen, niemand hat das Gespräch verweigert, keine Daten sind verloren gegangen. In die aufkeimende Freude mischt sich Ungeduld. Wir machen uns auf den Weg nach Melitopol, wo wir Jelisaveta G. finden müssen, die älteste unserer zehn Frauen. Nach einer eiligen Fahrt nach Süden finden wir unsere letzte Zeitzeugin. Viele Jahre verbrachte Jelisaveta mit ihrem Mann in Georgien, auf der Flucht vor dem dortigen Bürgerkrieg kehrte sie vor einigen Jahren zurück in die Ukraine. Hier lebt sie in einem Zimmer im 4. Stock in einer Hochhausetage, die ein Wohnheim beherbergt. Jelisavetas Schwiegertochter und sie haben gerade angefangen zu diskutieren, was sie uns vorsetzen, als wir auch schon an die Tür klopfen.